Warum heißen Robo-Advisor eigentlich „Advisor“?

 

Sie schießen wie Pilze aus dem Boden: „Robo-Advisor“, also automatisierte internetbasierte „Beratung“ mit anschließender Ausbalancierung des Depots nach den gegebenen Einstellungen, die auf beeindruckend verwirrend grafischen Animationen beruhen. Also eine Software, für die der Nutzer wertvolle Prozente seines Ersparten bezahlt. Und weit und breit kein Mensch. Nun heißt „Advisor“ ja auf gut deutsch „Berater“, und ehrlich gesagt ist das für einen „Multiple Choice Test“ mit ein paar simplen Fragen zur individuellen Risikoeinstellung doch sehr übertrieben. Wir nennen die Fahrschul-Bögen ja auch nicht Fahrlehrer. Denn das ist der, der dann auch mal ins Lenkrad greift und das Schlimmste abwendet. Wir sprechen von Maschinen, die Ihnen suggerieren, dass sie finanzielle Bildung ersetzen, damit Sie sich um nichts kümmern müssen. Dafür den Begriff „Advisor“ zu nutzen, ist ein echter semantischer Kunstgriff. Fragen Sie sich einfach, ob ein Algorithmus Sie tatsächlich verstehen kann, ihre Probleme begreift und aus ihrer Perspektive mit Ihnen gute Lösungen ersinnt. Und dann nehmen Sie bitte einen Menschen!  

 

http://www.dasinvestment.com/kritik-an-robo-advisors-klug-investieren-geht-anders/

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