Niedrigzins: Die Wahl zwischen Pest und Cholera

Er wächst und wächst und wächst, der Schuldenberg der Welt. Im Jahr 2017 passierte er locker die 237.000 Milliarden Dollar Grenze auf dem Weg in eine absurde Dimension, die sich nur noch in einer endlosen Aneinanderreihung von Nullen fassen lässt. Irgendwie also unfassbar. Oder von Sparerseite aus „fassungslos“. Wer da alles Schulden macht, müssen wir Ihnen nicht erzählen. Auf jeden Fall steigt die globale Verschuldung auch im zehnten Jahr nach der Krise schneller als das Wirtschaftswachstum. Nicht gut und vor allem niemals rückzahlbar! Und ganz schlecht für Sparer: Denn da diese Entwicklung nicht tragbar ist, müssen die Koordinatoren dieses Desasters „schleichend Entschulden“, sonst ist schnell „Tag 0“ oder besser Fiasko. 

 

Die Lösung besteht in der Kombination von Niedrigzins mit Inflation! Liegen die Zinsen dauerhaft unter der Inflationsrate, erleiden Kapitalbesitzer zwar einen realen Vermögensverlust, der Staat als Herausgeber von Anleihen allerdings profitiert von einem sinkenden Realwert seiner Verpflichtungen – und das nicht zu knapp. Und durch die Inflation legen die Preise und damit das Bruttoinlandsprodukt zu, was den Schuldenstand weniger hoch aussehen lässt – die Schuldenquote sinkt (Mehr über die reale Abwertung des Geldes durch Inflation hier!). Und so wird das wohl noch sehr lange gehen, denn eine Lösung des Dilemmas ist nicht in Sicht. 

 

Übrigens: Zinsen sind der Preis, der dafür gezahlt wird, dass Sie Ihr Geld der Bank überlassen. Schließlich verzichten Sie auf Liquidität, oder anders: Sie sind nicht flüssig. Aber was wäre denn ein neutraler Zins (Nicht gut, nur neutral!)? Er bemisst sich gemeinhin an der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts plus Inflationsrate: Für das Jahr 2017 wären das in Deutschland 2,2% plus 1,8% gewesen, also 4%. Während sich der Sparer also ärgert, freut sich der Schuldner bis über beide Ohren!

 

Sie können sich das Sparen also sparen, im Effekt macht Ausgeben einfach mehr Sinn. Oder Sie tasten sich vorsichtig in den Bereich der Geldanlage, auch wenn Sie das nie wollten - aber Sie haben ja Ziele. Geldanlage und Spekulation sind übrigens zwei sehr unterschiedliche Dinge. Und eine Vermögensverwaltung managt das Risiko nach Ihren individuellen Vorgaben – sie geht dabei nur so weit, wie Sie gehen wollen. Sie liefert. Und wir als unabhängige Genossenschaft kontrollieren, ob sie das gut macht, und sorgen mit unserer Einkaufsmacht für günstige Konditionen. Wir finden diese Lösung perfekt. Und wir erklären Sie Ihnen gerne.

 

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